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  Gröditsch - Grothisti (unter dem Sumpfgelände)  
 

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Gröditsch

Die urkundliche Ersterwähnung von Gröditsch erfolgte am 8. August 1004. In dieser Urkunde übereignet König Heinrich II. dem Kloster Nienburg das Gebiet nördlich von Lübben mit den Orten Leibchel, Pretschen, Gröditsch, Leibsch, Schlepzig und Krausnick.

Der Ortsname Gröditsch ist sorbischer Herkunft. Er war einmal eine Siedlung mit einer Verschanzung oder Erdschanze.

Gröditsch gehörte zu den Dörfern, die dem Landvogt in Lübben, der nach 1370 die Verwaltungsfunktion ausübte, zinspflichtig waren. Dies änderte sich auch nicht, als inmitten der Wirren des dreißigjährigen Krieges die Niederlausitz Herrschaftsgebiet des Kurfürstentums Sachsen wurde.

Am 8. März 1666 wurde dann an Stelle der bisherigen Landvogtei die Oberamtsregierung in Lübben als Verwaltungsbehörde für die sächsische Niederlausitz errichtet. Die bis dahin als "Landvogteidörfer" bezeichneten Ortschaften werden nunmehr als "Amtsdörfer" geführt. Bei den Amtsdörfern, die abgabepflichtig waren, handelte es sich nicht nur um Schlepzig und Gröditsch, sondern auch um Steinkirchen, Klein-Lubolz, Hartmannsdorf, Dürrenhofe, Kuschkow, Krugau, Biebersdorf und einige in den Kreisen Calau und Luckau gelegene Dörfer - insgesamt eine recht stattliche Zahl abgabepflichtiger Orte.

Im Jahre 1849 brannte der Ort Gröditsch fast völlig nieder. Der Ort war damals enger bebaut und Häuser, Ställe und Scheunen waren mit Stroh eingedeckt. Die Dorfstraße war nur sehr schmal. Das Feuer brach auf dem Gehöft (heute Dorfstraße 8) eines Bauern aus, der das Backhaus angeheizt hatte. Ein starker Wind begünstigte die Ausbreitung. Vom Brand verschont blieben nur wenige Gebäude. Im alten Kirchenbuch von Krugau wird der große Brand von Gröditsch erwähnt - es fehlen aber sonst alle Auskünfte darüber.

Die erste Schule in Gröditsch wurde lt. Archivangaben 1836 erbaut und wahrscheinlich durch den großen Dorfbrand zerstört. Es ist nicht bekannt, ob sich diese bereits in der Dorfstraße 31 (heutiges Gebäude mit Gemeindebüro und Jugendklub) befand. Nach dem Dorfbrand wurde ein neues Schulgebäude gebaut.

Gröditsch (ca. 1905)

Gasthof von Wilhelm Thomas
(später Schulze), Dorfstraße 28

Gröditscher Dorfstraße

Bahnhof Gröditsch/Groß Leuthen

 

Nach dem 1. Weltkrieg brach auch für die Bevölkerung von Gröditsch eine schwere Zeit an. Durch die Inflation verloren alle ihre Ersparnisse. Glück hatten nur die Personen, die einen Kredit aufgenommen hatten, da sie jetzt in der Lage waren, diesen kurzfristig zurückzuzahlen. In den Jahren der Wirtschaftskrise herrschte im ganzen Land eine große Armut. Das Land wurde von Bettlern (meist Arbeitslose aus den Städten) heimgesucht. Täglich erschienen bis zu 5 Bettler auf den Bauerngehöften. Das Betteln war zwar verboten, doch die Gendarmen konnten nichts dagegen ausrichten und sahen auch weg. Viele fragten nach Arbeit, aber selten wurde jemand gebraucht.

Gröditsch (ca. 1920)

Der ehemalige Gasthof von Robert Noack in der Dorfstraße 1

Der Gröditscher See

Dorfstraße (2 mal)

 

 
Die Freiwillige Feuerwehr Gröditsch wurde am 14. April 1929 gegründet.

1936 wurde in Gröditsch eine neue Dorfstraße gebaut. Die alte Straße bestand aus einem 3 m breiten Kopfsteinpflaster aus unbehauenen Feldsteinen. An jeder Seite davon war ein breiter "Sommerweg" (ein unbefestigter Sandweg) für die Gespanne. Zwischen Sommerweg und Fußweg war ein offener Abflußgraben zum Landgraben.


Zu den Gröditscher Sehenswürdigkeiten zählen:

  • die katholischen Kirche (erbaut im Jahr 1954)
  • der denkmalgeschützte sogenannte Taubenturm vor der Grundschule sowie
  • die beiden unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhäuser Dorfstraße 7
    und Dorfstraße 9.

Flugaufnahme: