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  Pretschen - Mroskina (am Buchenwald)  
 

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Gemeinde Pretschen

Pretschen liegt abseits vom Massentourismus , in ländlicher wald-, wiesen- und wasserreicher Umgebung ca. 65 km südlich von Berlin.

Pretschen gehört zum Landkreis Dahme-Spreewald. Die Entfernung zur Kreisstadt Lübben beträgt ca. 20 km. Zur Kreisstadt besteht eine Busverbindung. Verwaltet wird die Gemeinde derzeit durch das Amt „Märkische Heide" im 10 Kilometer entfernten Ort Groß Leuthen und wird per brandenburgischen Landesgesetz 2003 der Großgemeinde "Märkische Heide" zugeordnet werden. Der Ort zählt heute ca. 320 Einwohner.

Pretschen ist durch Ortsverbindungsstraßen von den Nachbarorten Gröditsch, Kuschkow, Wittmannsdorf und Alt Schadow erreichbar, die jeweils weniger als 5 km entfernt sind. Durch Gröditsch und Kuschkow verläuft die Fernverkehrsstraße F 179. Durch Pretschen führen der ,,Europa-Wanderweg" und der „Gurken-Radweg".

Die Versorgung erfolgt in der Verkaufsstelle der Bäckerei Schulze (ehemaliger Konsum), in der nicht nur Backwaren sondern alle Waren des täglichen Bedarfs erhältlich sind. Die ärztliche und zahnärztliche Betreuung ist in Groß Leuthen möglich (10 km entfernt). Das Gasthaus Döring., welches auch über eine Pension verfügt, ist stets bemüht, seine Gäste nach Art des Hauses zu verwöhnen, zumal der Wirt als gelernter Koch die Speisen selbst zubereitet. Auch Fahrräder können hier ausgeliehen werden.

Eine weitere Pension ist bei der Familie Kruspe, wo gleichzeitig der Reit- und Fahrverein Pretschen e. V. ansässig ist und den Wünschen jedes Pferdefreundes entsprochen werden kann. Auch Kutsch- und Kahnfahrten in die nähere Umgebung sind möglich.

 

Für weitere kulturelle Bereicherung sorgen die nachfolgenden Vereine:

  • Pretschner Fastnachtsverein e.V.
  • Pretschner Kinderland- und Freizeittreff e. V.
  • Reit- und Zuchtverein Pretschen e.V.
  • Freiwillige Feuerwehr Pretschen
  • Anglerverein Pretschen e. V.
  • Bioland Landesverband Berlin-Brandenburg, Dorfstr.l5, 15910 Pretschen.

Aber auch die "Pretschener Saloon-Mäuse" sind für ihre Tänze und kulturellen "ShowEinlagen" weit über die Ortsgrenzen bekannt.

Am Ortseingang aus Richtung Gröditsch befindet sich die Tischlerei, der größte Gewerbebetrieb des Ortes.

Außerdem gibt es noch den Fliesenlegermeister Renè Golinski, die Gärtnerei Strahle, die Speiseeisproduktion Döring und den Tiefkühlkosthandel Berg, die als Gewebetreibende erwähnenswert sind.

Während bis zur „Wende" im Jahr 1990 das Ortgeschehen hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt war, gibt es jetzt neben der Landgut Pretschen GmbH nur noch einen privaten Bauern.

Die herrliche Tier- und Pflanzenwelt der Umgebung lädt den Besucher zum Erholen ein.

So finden wir hier neben Störchen, Sammelplätze von Wildgänsen und Kranichen, auch seltenere Tierarten wie den Eisvogel, den Fischotter und den Marderhund.

 

Pretschen liegt im Biosphärenresevat "Spreewald" und zählt landschaftlich zum Gebiet des Unterspreewaldes. Schon vor mehr als 100 Jahren beschrieb Theodor Fontane die Schönheit dieser Landschaft:

"Und daß dem Netze dieser Spreekanäle
nichts von dem Zauber von Venedig fehle,
durchfurcht das endlos wirre Flußrevier
in seinem Kahn der Spreewaldgondolier."

Die Gemarkung umfaßt eine Fläche von ca. 1.718 Hektar und ist von Kiefernwäldern umgeben. Der Ort Pretschen liegt in einem Tal und ist eingebettet zwischen dem 81 m hohen Weinberg im Südwesten und dem 87 m hohen Mühl- oder Mühlenberg nordwestlich des Dorfes. Sowohl die Gemarkung als auch der Ort werden von der Pretschener Spree durchquert. Die Pretschener Spree ist "eine kleine Schwester" der im Norden fließenden Hauptspree, in die sie sich nach weniger als 3,5 km ergießt. Der Landgraben, der in der Gemarkung Biebersdorf beginnt, mündet umweit des Dorfes in die Pretschener Spree.

Eine Besonderheit von Pretschen ist, daß der nördliche Teil, der hinter der Pretschener Spree liegt, bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts (1928) zum Kreis Beeskow und somit schon früher zu Brandenburg zählte, während der südliche Teil, der vor der Pretschener Spree liegt, zur Niederlausitz und somit die längste Zeit zu Sachsen gehörte.

Pretschen ist ein Ort, der auf eine lange geschichtliche Entwicklung verweisen kann, da er zu den ältesten Orten der Niederlausitz zählt.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte bereits am 8. August 1004. In dieser Urkunde schenkte der Kaiser Heinrich lI. dem Kloster Nienburg an der Saale ein Gebiet, zu dem auch die Orte Pretschen, Gröditsch, Leibchel, Leibsch, Schlepzig und Krausnick gehörten. In der zweitältesten Urkunde, die uns von Pretschen überliefert ist, verkauft am 1. Mai 1328 der Abt Dietrich von Dobrilugk (später Doberlug) als Herr von Lübben dem Gunter Langen als Besitzer von Pretschen verschiedene Rechte im unteren Spreewald, nämlich allerlei Holz zu fallen und sich desselben zu seinem und aller Einwohner im Dorfe Pretschen Nutzen zu bedienen.
Dies ist zugleich die älteste Urkunde, also die erste Urkunde, die den "Spreeivald" benennt.

Pretschens älteste Bodendenkmäler stammen aus dem Mittelalter, also aus der Zeit vor 1492. Es handelt sich um zwei Steinkreuze, die heute vor der Pretschener Kirche und seit dem 13. Januar 1965 unter Schutz stehen. Diese Steinkreuze sind Sühnekreuze und wurden in der Zeit gesetzt, als auch durch Einfluß der christlichen Kirche, an die Stelle der Blutrache die Sühne trat.

Ein weiteres Bodendenkmal weist das Pretschener Schloß aus, das zwar erst 1852 in der jetzigen Form erbaut wurde - unter ihm befinden sich jedoch mittelalterliche Wehranlagen.

Die derzeit einzige Brennerei des Altkreises Lübben befindet sich im Landgut Pretschen. Sie wurde im Jahr 1848 erbaut und gilt heute als ein technisches Denkmal. Die alte Dampfmaschine, die in der Brennerei vom ersten Tag an arbeitete wird inzwischen von Elektromotoren unterstützt. In der Brennerei wird durch den "Brennmeister" Roggen zu Rohspiritus verbrannt, der mittels Tankwagen nach Wilthen geliefert wird.

Wegen der "Blessuren im Dreißigjährigen Krieg" und einiger Großbrände, die das Dorf in früheren Zeiten erlitten hat sind nur noch wenige, aber sehenswerte Fachwerkhäuser übriggeblieben, die sich in der Nähe der Kirche befinden.

Die "neue" Pretschener Kirche wurde am 8. November 1893 eingeweiht. Sie wurde aus Ziegeln der ehemaligen gutseigenen Ziegelei errichtet.